Methoden der
Neuromodulation in Wien

Im SOZO Brain Center Vienna kommen verschiedene nicht-invasive Verfahren der Neuromodulation zum Einsatz. Dazu zählen Transkranielle Pulsstimulation (TPS), transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS), transkutane aurikuläre Vagusnervstimulation (taVNS), Craniale Elektrostimulation (CES) sowie ergänzende magnetische und stoßwellenbasierte Verfahren. Welche Methode geeignet ist, hängt von Erkrankung, Beschwerden, Befunden und der individuellen ärztlichen Beurteilung ab.

Welche Methoden der Neuromodulation gibt es?

TPS - Transkranielle Pulsstimulation

Was ist TPS?

Die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) basiert auf der fokussierten Stoßwellentechnologie. Ultrakurze, hochenergetische Druckimpulse werden durch den Schädelknochen hindurch präzise auf definierte Hirnregionen gerichtet. 

Wie funktioniert TPS?

Im Gegensatz zu elektrischen oder magnetischen Stimulationsverfahren nutzt TPS mechanische Druckimpulse, um gezielt Hirnareale zu stimulieren und neurologische Funktionen zu modulieren. Die Wirkung erfolgt auf zellulärer und molekularer Ebene und führt zu nachhaltigen regenerativen Veränderungen, der Reduktion von Entzündungen und v.a. die Aktivierung und das Recruitment (= Anlocken) von Stammzellen was sehr nachhaltige Gewebs-Regeneration über viele Wochen andauernd auslöst.

Wie lange dauert TPS?

Eine TPS-Sitzung dauert 20 - 40 Minuten. Je nach Indikation werden verschiedene betroffene und zusammen-arbeitende Hirnareale spezifisch nach dem SOZO FNON Netzwerk-Modell behandelt.


tDCS - Transkranielle Gleichstromstimulation

Wie funktioniert tDCS?

Die Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) ist ein nicht-invasives Verfahren zur Stimulation des Gehirns. Dabei wird ein schwacher elektrischer Gleichstrom über Elektroden auf der Kopfhaut appliziert, um die Aktivität bestimmter Hirnregionen gezielt zu modulieren. Bei tDCS werden typischerweise schwache elektrische Ströme eingesetzt. Die Behandlung wird in der Regel gut vertragen; mögliche Nebenwirkungen und Kontraindikationen werden vor der Anwendung ärztlich berücksichtigt

Welche Rolle spielt tDCS bei der Neuromodulation?

Bei der tDCS werden Elektroden auf der Kopfhaut platziert. Schwacher Gleichstrom beeinflusst die Erregbarkeit der Nervenzellen, fördert die Durchblutung behandelter Hirnareale, aktiviert den glymphatischen Abstrom und reduziert Entzündungen. In manchen Arealen werden Stammzellen gefördert.

Die SOZO Methode betrachtet immer mehrere zusammenarbeitende Hirnareale ("Netzwerke") und versucht deren "Datenverkehr" zu optimieren (FNON) und wird daher bei fast allen neurologischen Erkrankungen eingesetzt. 


taVNS - transkutane aurikuläre Vagusnervstimulation

Wie funktioniert die Vagusnervstimulation über das Ohr?

Die transkutane aurikuläre Vagusnervstimulation (taVNS) ist eine moderne, nicht-invasive Therapiemethode, bei der der Vagusnerv durch sanfte elektrische Impulse über das Ohr stimuliert wird.

Welche Rolle spielt der Vagusnerv?

Der Vagusnerv ist der längste Hirnnerv unseres Körpers und eine zentrale Schaltstelle des parasympathischen Nervensystems – dem System, das für Entspannung, Regeneration und Heilung zuständig ist. 

Der Hirnstamm leitet die Signale an die verschiedenen Gehirnregionen weiter. Dies führt zu messbaren positiven Effekten im gesamten Körper.

Diese Methode wird bei fast allen Erkrankungen eingesetzt da sie sowohl die Durchblutung, Regeneration, Immunsystem optimiert aber auch Stress abfängt und dessen schwächende Wirkung neutralisiert.

taVNS als Heimtherapie

Unser spezieller "taVNS" hat 17 Zulassungs-Indikationen, ganz neu darunter für ME/CFS und auch PostStroke Spastik.


CES - Craniale Elektrostimulation 

Wie funktioniert CES?

Die Craniale Elektrostimulation arbeitet mit mikrostrombasierten Impulsen, die die Produktion von Neurotransmittern wie Serotonin, Endorphinen und Melatonin anregen können. Diese schwachen elektrische Impulse werden über Elektroden am Ohrläppchen oder an der Stirn an das Gehirn abgegeben.

Diese Methode ist ideal für Menschen, die Medikamente vermeiden möchten oder nach ergänzenden Therapieansätzen suchen.

Einsatzgebiete der CES?

Die Craniale Elektrostimulation wird erfolgreich eingesetzt bei:

  • Schlafstörungen und Insomnie 

  • Stress und Angststörungen 

  • Depressive Verstimmungen  

  • Chronische Schmerzen 

  • Konzentrationsschwierigkeiten 


EMTT -  Extrakorporale Magnetotransduktions-Therapie

Wie funktioniert die EMTT?

Die EMTT (Extrakorporale Magnetotransduktionstherapie) ist eine hochenergetische Variante der Magnetfeldtherapie. EMTT verwendet schnelle, hochfrequente Magnetimpulse, die tief in das Gewebe eindringen und dort gezielt biologische Prozesse aktiviert:

zelluläre Signalübertragung, die Mitochondrienfunktion und Energieproduktion der Zellen (ATP).

Dadurch kommt es zu einer deutlichen Aktivierung von Regeneration, Reparaturmechanismen und Gewebeheilung. Besonders wirksam ist EMTT bei chronischen, therapieresistenten Beschwerden, bei denen klassische Ansätze oft an ihre Grenzen stoßen.

Einsatz von EMTT im SOZO Therapiekonzept

EMTT wird im SOZO Brain Center Setting weniger bei den bekannten orthopädischen oder urologischen Indikationen (chron. Blasenentzündungen, Rückenschmerzen ...) sondern vor allem zur Unterstützung der Regeneration peripherer Nerven, der Wirbelsäule und neurologischer Strukturen eingesetzt.

 


ESWT - Radiale Stoßwellentherapie

Wie funktioniert die radiale Stoßwellentherapie?

Die radiale Stoßwellentherapie zählt zu den wirksamsten nicht-operativen Methoden zur Behandlung chronischer Schmerzen des Muskel-Skelett-Systems. Dabei werden energiereiche Druckwellen gezielt auf schmerzhafte oder verhärtete Gewebeareale übertragen. Diese regen die Durchblutung an, lösen Verklebungen und Verkalkungen und stimulieren körpereigene Reparaturprozesse.

Tatsächlich werden auch Stammzellen aktiviert die sehr tiefgehende Regenerationen bewirken können - wie auch kosmetische "Verbesserungen" - Hautalterung zB. 

Einsatz bei neurologischen und muskuloskelettalen Beschwerden

Die Behandlung ist schonend, dauert nur wenige Minuten pro Sitzung und erfordert keine Ausfallzeit. Bereits nach wenigen Sitzungen berichten viele Patient:innen von einer spürbaren Schmerzlinderung und verbesserten Beweglichkeit.

  • bekannte orthopädische Anwendungsgebiete sind Fersensporn, Achillessehnenbeschwerden, Tennis- und Golferellbogen, Kalkschulter sowie myofasziale Triggerpunkte und Muskelverspannungen.
  • neurologisch bei Polyneuropathien, Parkinson, MS, Dystonien, Lähmungen und Spastik u.v.m.

 


fESWT fokussierte Stosswellentherapie 

Unterschied zwischen fESWT und radialer ESWT

Während die radiale Stoßwelle ihre Energie breit und oberflächennah verteilt und sich dadurch gut für großflächige Muskel- und Sehnenareale eignet, bündelt die fESWT den Impuls auf einen definierten Punkt in mehreren Zentimetern Tiefe — und erreicht damit gezielt Strukturen wie Nervenwurzeln oder tiefliegende Gewebeschichten.

Die fESWT ist dem TPS verwandt und verwendet einen gerichteten Ultraschall-Puls der schmerzfrei tief ins Gewebe eindringt und dort die Regeneration - v.a. Stammzellen-Aktivierung und Blutgefäss-Neubildung anregt, gleichzeitig Entzündungen bremst und vielfältige Regenerative Impulse auslöst. 

Einsatz der fokussierten Stoßwellentherapie

Die fESWT wird v.a. an der Wirbelsäule oder peripher (Hände, Füsse) angewendet - Schwerpunkt chronisch progrediente Multiple Sklerose, Guillain Barret, Myelitis usw. aber auch Polyneuropathie, postOP Thorax-Schmerzen, CRPS nach Rücken-OP.

Die Anwendung ist nicht-invasiv, völlig schmerzfrei wie alle Therapien im SOZO Brain Center.

 

Neuromodulation in der Ordination und als Heimtherapie

Verfahren in unserer Ordination in Wien

  • TPS
  • EMTT
  • ESWT / fESWT

Ärztlich begleitete Heimtherapie

  • tDCS
  • taVNS
  • CES

Welche Neuromodulationsmethode ist die Richtige?

Welche Form der Neuromodulation geeignet ist, lässt sich nicht allein anhand einer Diagnose festlegen. Die Auswahl und Kombination der Verfahren erfolgt im SOZO Brain Center Vienna nach ärztlicher Untersuchung, vorhandenen Befunden und dem individuellen neurologischen Funktionsprofil. Je nach Behandlungsziel können verschiedene Verfahren miteinander kombiniert werden. Nicht jede Methode ist für jede Erkrankung oder jeden Patienten geeignet.

Jetzt Termin anfragen unter: Tel. +43 1 928 4446

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